Ich distanziere mich ausdrücklich von Pro Ana oder ähnlicher "Essstörung als Lifestyle-Propaganda".
In diesem Blog geht es um mein Leben mit Essstörung, in guten und in schlechten Zeiten.

Montag, 10. November 2014

bevor ich mich durch zig Blogs lese

Hallo ihr Lieben, 

es tut mir schrecklich leid. Wo war ich? Ich weiß es nicht. Also ich war nicht großartig irgendwie, als das ich nicht hätte schreiben können. 

Aber ich kam von "ich will gut zu mir sein" über zu dem, was die letzten Tage in mir aktiv war. Ich habe nur ungesundes Zeugs in mich reingestopft und ich habe es nicht mal in Erwägung gezogen zu Kotzen. 
Zwar habe ich weiterhin jeden zweiten Tag Sport gemacht und ich habe (noch zusätzlich) Salat in mich reingestopft, aber dennoch... meine Haut spricht für sich und ich habe sicher auch zugenommen.


Ich ärgere mich ein wenig über mich selbst. Es waren auch "gute" Momente dabei in denen ich bspw "normal" gegessen habe, aber überwiegend habe ich mich mit Süßem beruhigt. Und das trifft es wirklich ganz gut. Ich habe mich damit reguliert.

Allerdings möchte ich nun endlich komplett vegan leben. Ich hatte und habe damit schon begonnen, aber dennoch war es mir immer "zu stressig", wenn ich bspw irgendwo war und es keine Soyamilch o.ä. gab und ich verdammt nochmal aber einen Kaffee trinken wollte. Vielleicht schleppe ich dann demnächst ein kleines Fläschen mit mir rum, weil immer auf Tee umsteigen. Ich weiß ja nicht. 

Ich werde auch demnächst mit veganen Rezepten beginnen auf diesem Blog. Die sind zwar dann nicht immer kalorienarm, aber ich koche und backe ja auch irgendwie zum Zeitvertreib. Beschäftigung mit Essen, wenn man Hunger hat. Soviel dazu. 


Meine eine Freundin, von der ich befürchte, dass sie mittlerweile drin steckt in der ES, erzählt mir nun neulich, dass sie jetzt Vegetarierin ist... also eigentlich schön. Ich freue mich über jeden, der keine Tiere mehr isst, aber letztlich war das bei mir auch eine der ersten Möglichkeiten, um Fett und Kalorien zu sparen. 


Ich hört nun wieder öfter von mir. 

Samstag, 1. November 2014

Drunter und drüber. Psychogedöns

Irgendwie geht es bei mir eben genau so gerade. Ich habe keine Ahnung was morgen ist... mich verfolgt das Gestern und das Jetzt ist auch irgendwie im Weg. Ok... ich stelle fest: Ich lebe zuviel im Morgen. 

Und dabei vergesse ich ganz, dass das Leben eigentlich hier und jetzt stattfindet. Eigentlich möchte ich gut zu mir sein und dann kommt diese essgestörte Stimme in meinem Kopf und sagt mir: "Eigentlich willst du auch dünn sein. Eigentlich willst du besser sein, schöner sein, stärker sein." Und ich antworte: "Eigentlich willst du doch  nur bemitleidet werden und dass sich wer kümmert." 

Es ist ein Dilemma, ein innerer Kampf. Ich habe deutlich zuviel gegessen die letzten Tage. Wer ist schon Nutella, wenn er eigentlich abnehmen will? 
Aber so ist es gerade. Und auch da sage ich mir immer und immer wieder: "Morgen wird ein besserer Tag. " Immerhin habe ich meine Sporteinheit heut absolviert. 

Ach man, ich bin wütend, ich bin ängstlich, ich bin unentschlossen und am liebsten möchte ich all das in mich Hineinfressen und wieder auskotzen, weil ich es ja doch nicht in mir halten kann. Ich möchte in die Welt schreien, dass ich die Schnauze voll habe, dass ich es zum Kotzen finde, dass ich  nur gut behandelt werde, wenn ich "brav" bin. Ich möchte so sein, wie ich bin. Und ich möchte verdammt nochmal geliebt und akzeptiert werden. 

Ja, ich bin laut. Ja, ich bin doll. Und vielleicht bin ich auch anstrengend mit meiner Lebendigkeit. Warum aber soll ich mich verbiegen? Wen macht das glücklich? Mich selbst etwa? Bin ich glücklich, wenn ich geliebt werde, für was ich eigentlich gar nicht bin? NEIN! Weil MICH liebt dann ja trotzdem keiner. Vielleicht fühle ich mich deshalb so einsam. Ich zeige mich ja niemandem wirklich. Vielleicht habe ich auch deshalb soviele Schuldgefühle, weil ich ja alle "belüge"... 

Ich musste weinen, als mich eine Freundin gestern in den Arm nahm. Es tat so gut. 

Wünsche euch einen schönen Abend